Zusätzliche Verarbeitungs-Power in Sulgen

28.04.2025 | Blog

Dank einer zusätzlichen Saftpresse kann der Holderhof im Herbst 40 Prozent mehr Äpfel verarbeiten als bisher. Die Investition ist die Antwort auf die steigende Nachfrage nach Direktsaft. Dank weiteren neu lancierten Erzeugnissen aus regionalen Rohstoffen blickt das Fruchtverarbeitungszentrum auf erfolgreiche erste drei Jahre zurück.

Lagertank im Fruchtverarbeitungszentrum

Äusserlich fällt das mehrstöckige Fruchtverarbeitungszentrum gleich neben den Gleisen in Sulgen im ersten Augenblick kaum auf. Trotz einer stattlichen Gebäudehöhe und einer Fläche von rund 9500 Quadratmetern. Für Farbe sorgt das unverkennbare violette Holderhof-Logo auf den grauen Wänden. Jetzt im Frühling ist um das Gebäude herum eher wenig los. Ganz anders im Herbst, wenn ein Traktor nach dem anderen seine Mostäpfel in die geräumigen Mulden kippt. Im Gebäude selbst sind die mittlerweile 15 Mitarbeitenden aber während dem ganzen Jahr voll an der Arbeit: Sie produzieren dort Apfeldirektsaft, Mus, getrocknete Apfelringli und viele weitere wertvolle Erzeugnisse für die Lebensmittelindustrie. Findige Spezialistinnen und Spezialisten arbeiten permanent an neuen Rezepturen und Zusammensetzungen.

Geschäfte entwickeln sich gut

Im Herbst 2022 lieferten Landwirtinnen und Landwirte aus der Region erstmals Mostäpfel in Sulgen ab. Diese betraten damit auch für sich persönlich Neuland. Denn mit dem Holderhof trat ein neuer grösserer Abnehmer in den strukturell etwas festgefahrenen Mostobstmarkt ein. Firmengründer Christof Schenk verfolgte dabei eine klare Vision: Mit der Verarbeitung von regionalen Rohstoffen neue Wertschöpfung schaffen und so die Schweizer Bauernbetriebe stärken. Dabei setzte der Holderhof insbesondere beim Apfelsaft voll auf die Herstellung von Direktsaft anstatt Konzentrat. Das Konzept funktionierte von Anfang an. Nicht nur für den Holderhof, sondern auch für die Lieferantinnen und Lieferanten verlief die gemeinsame Reise in den ersten drei Jahren sehr erfolgreich. Die verarbeiteten Mengen von Früchten nehmen stetig zu. Immer mehr Bauernfamilien entschliessen sich dazu, den Weg mit dem Holderhof mitzugehen. Spezialisierte Mostobstbetriebe sehen für sich neue Perspektiven und investieren in professionelle Anlagen.

Neue Saftpresse im Anflug

Im letzten Jahr installierte der Holderhof in Sulgen 50 zusätzliche Tanks für die Lagerung von Direktsaft und erhöhte die Kapazität so auf 10 Millionen Liter. «Das war nötig, um die zusätzliche Nachfrage des Handels zu decken», sagt Christof Schenk. Der Betrieb soll organisch und absatzorientiert wachsen. Das Gebäude war aber von Anfang an auf Wachstum ausgerichtet und entsprechend mit zusätzlich möglichen Ausbauflächen ausgestattet. So haben dort in den letzten Jahren eine eigene Produktionslinie für Apfelmus sowie eine Apfelschälmaschine inklusive Trocknungsschränken Platz gefunden. In den kommenden Wochen setzt der Holderhof nun einen weiteren Meilenstein: zu den bisherigen zwei Anlagen kommt eine weitere, etwas grössere Saftpresse dazu. Damit erhöht sich die Verarbeitungskapazität in Sulgen auf einen Schlag um 40 Prozent. Parallel schafft sich der Holderhof eine weitere Zentrifuge sowie einen weiteren Pasteur an, um die zusätzlichen Mengen möglichst effizient und schnell verarbeiten zu können.  

Platz für neue Lieferanten

Der steigende Absatz der Produkte zeigt, dass die Richtung des Fruchtverarbeitungszentrums in Sulgen stimmt. Zur Bewältigung des absehbaren Wachstums braucht es entsprechend mehr Ware. Für Bäuerinnen und Bauern heisst das: Meldet euch beim Holderhof! Dieser strebt langfristige Geschäftsbeziehungen an und bietet mehrjährige, garantierte Abnahmeverträge für verschiedene Anbaustandards und -labels an. Peter Lenggenhager (plenggenhager@holderhof.ch) ist verantwortlich für den Vertragsanbau und gibt gerne Auskunft.

Fruchtverarbeitungszentrum in Sulgen aus der Vogelperspektive.

Das Fruchtverarbeitungszentrum in Sulgen ging im Herbst 2022 in Betrieb.

Saftpresse von Bucher in Sulgen.

In diesem Sommer installiert der Holderhof eine dritte Saftpresse und erhöht die Verarbeitungskapazität um 40 Prozent.

Apfelringliproduktion in Sulgen.

Seit dem letzten Jahr trocknet der Holderhof Apfelringli aus Schweizer Rohstoffen.

Frisch in Gläser abgefülltes Apfelmus.

Im Fruchtverarbeitungszentrum werden einheimische Äpfel zu Mus verarbeitet.

Mostäpfel im Bunker in Sulgen.

Um die steigende Nachfrage nach Direktsaft zu decken, benötigt der Holderhof mehr Äpfel aus der Schweizer Landwirtschaft.